Archiv der Kategorie: Reiseplanung und -vorbereitung

Die vier Zeitrechnungen Burmas

Die vier Zeitrechnungen Burmas

In Myanmar gibt es vier verschiedene Zeitrechnungen.
Zur Unterscheidung werden meist Akürzungen wie BE (= Buddhist Era), ME (= Myanmar Era), PE (= Pyay Era), AD (= nach Christus) verwendet. Die exakte Umrechnung ist nicht ganz einfach, weil unser Kalender am 31.12. wechselt, BE, ME, PE aber Mitte April.

Buddhistische Zeitrechnung: Beginn 543 v. Chr., Jahreswechsel Mitte April. Das Jahr 0 beginnt mit dem Todestag von Buddha, 543 v. Chr.

Myanmar / Thekkayit-Zeitrechnung: Beginn 638 n. Chr., eingeführt durch einen König von Bagan (Popa Saw Rahan). Dies ist die heute gebräuchliche Zeitrechnung, die auch oft für Pagodeninschriften verwendet wird. Also nicht alle Pagoden sind so alt wie es auf den ersten Blick aussieht, wenn man die Zahlen entziffert hat! Der Jahreswechsel wird mit dem Thingyan-Fest gefeiert, an dem man jeden nassspritzen kann, was in eine riesige öffentliche Wasserschlacht mündet.

Jahresrechnung der Pyay-Ära: Beginn 78 n. Chr. Der Wechsel fand im Jahre 624 buddhistischer Zeitrechnung statt, als König Thumondri befahl, wieder neu zu zählen. Diese Zeitrechnung hielt sich 560 Jahre lang.

Heute ist in Burma zugleich das Jahr 1376 (M.E.), 1936 (P.E.), 2014 (A.D.) und 2558 (B.E.).

(Text: B. Peter)

Packliste für eine Myanmar-Reise

Packliste 

Kleider (Zwiebelprinzip)
• T-Shirts, kurzärmelige Hemden
• Langärmelige Hemden/Pullover (als zusätzlicher Sonnenschutz)
• 1-2 warme Jacken für den Morgen/Abend
• Hosen kurz/lang
• Allwetterjacke (eventuell zusätzlich ein Regencape)
• Unterwäsche (am besten auch immer etwas aus Wolle für das Trekking)
• Socken
• Es ist immer möglich, Kleider unterwegs zu waschen. Also lieber etwas Waschmittel, als zu viele Kleider mitnehmen.)
• Halstuch (für abends oder ansonsten im Auto unterwegs)
• Sonnenhut
• Nach Bedarf: Badesachen
• Warmer Pyjama für Trekking
• Wanderschuhe / Trekkingschuhe
• Sandalen
• Eventuell Turnschuhe

Necessaire / Kulturbeutel
• Zahnbürste/Zahnpasta (eventuell Zahnseide, Zahnstocher)
• Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor
• Duschmittel (es gibt in den meisten Hotels Seife im Zimmer)
• Sonstige Pflegeprodukte nach persönlichem Bedarf
• Feuchttücher (für das „Händewaschen“ unterwegs)
• Handdesinfektionsmittel
• Handtuch
• Toilettenpapier

Reiseapotheke
• Informieren Sie sich bei Ihren lokalen Apotheken. Diese haben immer gute Checklisten für die Reiseapotheke.
• Ein gutes Mittel gegen Mücken (z.B. Antibrum, Autan).
• Nach Bedarf, persönliche Medikamente (nicht nur Blister mitnehmen, sondern beschriftete Originalverpackungen)

Sonstiges
• Taschenlampen (eventuell Ersatzbatterien oder zweite Taschenlampe/Leselampe mitnehmen)
• Reiseführer, Karte
• Taschenmesser (nicht in Handgepäck)
• Schreibutensilien (Reisetagebuch)
• Sonnenbrille
• Fotoapparat mit Ladegerät und genügend Speicherkarten
• Mobiltelefon mit Ladegerät (WLAN in den meistens Hotels neuerdings verfügbar)
• Wäscheleine und -klammern
• Eventuell einen Seidenschlafsack
• Abfallsäcke (für Schmutzwäsche, Schuhe etc.)

Geschenke
• Luftballons, Wunderkerzen
• Münzen, Postkarten aus der Schweiz
• Haarbänder, Clips
• Malkreide, Stifte

Unterlagen
• gültiger Reisepass mit Visum (gültig bis mindesten 6 Monaten nach Einreise)
• Flugtickets
• Reiseversicherung
• 2 Passbilder
• Scannen Sie jeweils eine Kopie von Ihrem Pass, den Tickets und der Kreditkarte ein und senden Sie sich diese Scans selber per Mail zu. Auf diese Weise haben sie immer die Möglichkeit, die notwendigsten Unterlagen bei Bedarf aus Ihrem E-Mail-Postfach herunterzuladen. Auch als Papierkopie mitnehmen

Geld
• Kreditkarte, kann in den meisten grösseren Städten in Hotels und Geschäften benutzt werden.
• Bargeld, am liebsten NEUE Dollarnoten, weil diese am einfachsten umzutauschen sind. ?Tipp: Gleich am Flughafen genügend Bargeld umtauschen und einheimische Währung (Kyat) auch in kleiner Stüceklung mit sich führen.)
• Es lohnt sich nicht, Traveller-Schecks mitzunehmen, weil diese in den letzten Jahren schwer umzutauschen sind.

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Beste Reisezeit Myanmar

Myanmar ReisfrauDie beste Reisezeit für Myanmar beginnt nach der Regenzeit Ende Oktober / Anfang November. Denn dann ist das Land grün und fruchtbar, die grossen Regen sind vorbei und die Temperatur bewegt sich im angenehmen Bereich von 20 bis 30 Grad. Wichtige buddhistische Feste werden zum Novembervollmond gefeiert. Der Irrawaddy führt genügend Wasser für die herrlichen Flussfahrten und die Trekking-Touren im östlichen Shan-Staat bieten erfrischende Aussichten über die weiten Täler. Myanmar ist wieder erwacht und empfängt die Besucher mit einem Lächeln.

Preisspanne bei Myanmar-Reisen?

Frage: Hallo, wie sind die Preisspannen für Myanmar-Reisen? Mit freundlichen Grüßen Frank S.

Antwort: Lieber Frank S.
Vielen Dank für das Interesse an unserer neuen Destination Myanmar.
Zusammen mit Burmesen haben wir Programmvorschläge erarbeitet, die sich mit der Philosophie von PRIORI Reisen decken: weder Massentourismus, noch Massenabfertigung, weder Zwischenhändler, noch Reisevermittler.

Wir arbeiten mit unseren Reisepartnern, dies sind 3 Leute in Myanmar, eng zusammen und erstellen somit jedes Reiseprogramm neu und individuell. Wichtig ist uns dabei der direkte Kontakt zu der Bevölkerung, Zeit zu haben für Beobachtungen und Gespräche und ebenso wichtig ist uns, dass ein fairer Austausch besteht zwischen Besuchern und Besuchten.

Natürlich sind uns bei Reisen nach Myanmar Kunst und Kultur wichtig und so auch Tempel – aber nicht Tausende davon. Auch wir schätzen schöne Hotels, aber suchen keinen Luxus um jeden Preis.

Auf unserer Homepage finden Sie ein paar unserer Reisevorschläge, die sie so – und das ist unser Anspruch – in den üblichen Reisekatalogen nicht finden.

Wir schlagen Ihnen vor, zu einer Besprechung zu uns nach Basel zu kommen oder auch einen telefonischen Beratungstermin wahrzunehmen, damit wir Ihre Wünsche mit dem in Myanmar Machbaren harmonisieren können.

Bis dahin herzliche Grüsse aus Basel Franz Stadelmann
Reisen in Myanmar ist Burma!

Die Schweiz eröffnet Botschaft in Myanmar

Bern, 01.06.2012 – Im Sommer dieses Jahres wird die Schweiz in Myanmar eine Botschaft eröffnen. Damit will sie einerseits dem grossen Potenzial dieses Landes in wirtschaftlicher und touristischer Hinsicht gerecht werden. Andererseits trägt der Entscheid der demokratischen Öffnung und dem politischen Wandel nach einem halben Jahrhundert autoritärer Herrschaft Rechnung. Um den laufenden Wandel hin zur Demokratie zu unterstützen, wird auch die Entwicklungszusammenarbeit mit Myanmar verstärkt.

Im vergangenen Jahr hat die Militärregierung von Myanmar die Amtsgeschäfte formal an eine zivile Regierung übertragen. Diese leitete einen politischen Wandel und eine allmähliche Öffnung ein. Damit endet die kompromisslos autoritäre Herrschaft der Militärregierung nach einem halben Jahrhundert. Der Bundesrat hat heute beschlossen, auf den Wandel in Myanmar mit der Eröffnung einer Botschaft zu reagieren. Bislang wurden die Interessen der Schweiz von der Vertretung in Bangkok aus verfolgt.

Neben der Anerkennung der bisherigen demokratischen Fortschritte und der Ermutigung zu weiteren, sprechen solide Interessen für die Eröffnung einer diplomatischen Vertretung. Politisch wird ein demokratisches Myanmar als Land zwischen Indien und China eine geostrategisch zunehmende Bedeutung erlangen. Es verfügt über beachtliche natürliche Ressourcen und hat Aussichten, an den wirtschaftlichen Erfolg vergangener Epochen anzuschliessen – nach seiner Unabhängigkeit 1948 war es das wohlhabendeste Land Südostasiens und galt in den 1950er Jahren als grösster Reisproduzent und –exporteur. Zudem wird erwartungsgemäss die Tourismusbranche massiv anwachsen.

Aus diesen Gründen kann davon ausgegangen werden, dass auch die Präsenz von Schweizer Staatsangehörigen in Myanmar zunehmen wird. Der damit verbundene Betreuungsaufwand ist ein weiteres Argument für die Eröffnung der Botschaft.

Um den laufenden Wandel hin zur Demokratie zu unterstützen, wird die Schweiz auch ihre Entwicklungszusammenarbeit mit Myanmar verstärken. Das Volumen der Entwicklungszusammenarbeit wird im Laufe der folgenden vier Jahre auf rund 25 Mio. CHF erhöht. Vorgesehen ist ein Programm in den Bereichen Landwirtschaft und Ernährungssicherheit sowie Programme in den Bereichen Berufsbildung und Minenräumung.

Zu den 24 Staaten, die derzeit eine Botschaft in Myanmar unterhalten, gehören die USA, Deutschland, Frankreich, UK, Italien, China, Russland und die ASEAN-Staaten. Andere wie Norwegen und Kanada planen, eine Botschaft zu eröffnen. Die neue Schweizer Vertretung in Myanmar wird primär Aufgaben der Interessenswahrung übernehmen. Die konsularischen Dienstleistungen werden nach wie vor vom regionalen Konsularcenter in Bangkok aus erbracht. In die Schweizer Botschaft in Myanmar wird 2013 das Kooperationsbüro der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) integriert werden. Aktuell verfügt die Schweiz über ein Programmbüro der Humanitären Hilfe in Rangoon.

Quelle: www.admin.ch