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Myanmars Süden: Das Delta des Irrawaddy

Der Irrawaddy in Myanmars Süden

Nach fast 2000 km durch das zentrale Flachland von Myanmar ergiesst sich der Irrawaddy in einem riesigen Delta in die Andamanen-See. Hier ist die Reiskammer des Landes. Die unzähligen Wasserarme bilden ein grünes Labyrinth, welches von Pathein im Westen bis nach Yangon reicht. So ist es möglich, mit kleinen Booten mehrtägigen Touren durch Myanmars Süden zu unternehmen.

Im Jahre 2008 verwüstete der Zyklon Nargis das Delta und forderte etwa 100.000 Todesopfer. Die Gebäude Myanmars wurden vom Sturm zerstört. Dies bestanden praktisch alle aus Stein sowie Stahl. Die Boote hingegen wurden weit aufs Land verschoben. Nur die Bambushütten waren beweglich genug und überstanden den Sturm.

Myanmars Norden

Myanmars Norden: Himalaya-Ausläufer und Ursprung des Irrawaddy

Myanmars Norden: Denkt man an Myanmar, assoziiert kaum jemand Himalaya-Berge mit diesem Namen. Und dennoch erheben sich die Gipfel im äussersten Norden Burmas bis fast 6000 m. Der höchste Gipfel, der Hkakabo Razi, liegt dabei sehr abgelegen. Alleine das Trekking ins Basislager vom Ende der letzten Jeep-Strasse mehr als 2 Wochen dauert.

Myanmars Norden: Himalaya als Kulisse

Weiter in Myanmars Norden und Westen, an der Grenze zu Nordost-Indien, zwischen den Gebieten der Nagas und Kachin, sind die Berge noch abgelegener. Im Zweiten Weltkrieg bauten die Alliierten unter grossen Mühen und Verlusten eine Verbindungs-strasse. Diese führt durch das Gebiet von Assam über Myitkyina bis nach Mandalay. Doch kaum war die sogenannte Ledo-Strasse durch den Nordwesten Burmas fertig, war der Krieg zu Ende und der Dschungel holte sich die Strasse wieder zurück.

Nördlich von Myitkyina entsteht der Irrawaddy, die Lebensader Burmas, durch den Zusammenfluss der beiden Flüsse Mali Kha und Nmai Kha. Von hier bis zum grossen Irrawaddy-Delta sind es fast 2000 km. Das geplante Myitsone-Staudammprojekt am Oberlauf, welches Strom für China liefern sollte, ist mittlerweile auf Eis gelegt, vielleicht ein Zeichen für die sich verändernden Beziehungen zwischen Myanmar und seinem grossen Nachbarn.