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Der Osten von Myanmar

Der grösste Teil im Osten von Myanmar wird vom Shan-Staat eingenommen

Weite Teile des bergigen Gebietes sind seit mehr als 60 Jahren umkämpft und für Touristen nur beschränkt zugänglich. Ausnahmen sind der äusserste Osten von Myanmar, wo man auf dem Landweg von Nordthailand nach Kengtung einreisen kann, das Gebiet zwischen Kalaw und dem Inle-See und seit kurzem auch Teile des Kayah-Staates um Loikaw.

Osten von Myanmar - PaO FrauDer Tourismus im Osten Burmas konzentriert sich natürlich um den Inle-See mit seiner fantastischen Lage am Fuss der Shan-Berge. Doch die Trekking-Touren über die runden Hügel von Pindaya, Kalaw oder Kakku erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Zum Vollmond im Monat März lockt das Frühlingsfest der PaO Zehntausende von Menschen zum Pagodenfeld von Kakku.

Der Osten Burmas wird vom längsten Strom des Landes durchflossen, dem Salween (Thanlwin). Er entspringt in Tibet und fliesst parallel zum Mekong durch Südwestchina, bevor er Myanmar erreicht. Er ist bei den Burmesen wegen seiner gefährlichen Stromschnellen gefürchtet und führt mehrheitlich durch umkämpftes Gebiet. Nur die letzte Strecke von Hpa-An bis zur Mündung ist schiffbar.

Myanmars Norden

Myanmars Norden: Himalaya-Ausläufer und Ursprung des Irrawaddy

Myanmars Norden: Denkt man an Myanmar, assoziiert kaum jemand Himalaya-Berge mit diesem Namen. Und dennoch erheben sich die Gipfel im äussersten Norden Burmas bis fast 6000 m. Der höchste Gipfel, der Hkakabo Razi, liegt dabei sehr abgelegen. Alleine das Trekking ins Basislager vom Ende der letzten Jeep-Strasse mehr als 2 Wochen dauert.

Myanmars Norden: Himalaya als Kulisse

Weiter in Myanmars Norden und Westen, an der Grenze zu Nordost-Indien, zwischen den Gebieten der Nagas und Kachin, sind die Berge noch abgelegener. Im Zweiten Weltkrieg bauten die Alliierten unter grossen Mühen und Verlusten eine Verbindungs-strasse. Diese führt durch das Gebiet von Assam über Myitkyina bis nach Mandalay. Doch kaum war die sogenannte Ledo-Strasse durch den Nordwesten Burmas fertig, war der Krieg zu Ende und der Dschungel holte sich die Strasse wieder zurück.

Nördlich von Myitkyina entsteht der Irrawaddy, die Lebensader Burmas, durch den Zusammenfluss der beiden Flüsse Mali Kha und Nmai Kha. Von hier bis zum grossen Irrawaddy-Delta sind es fast 2000 km. Das geplante Myitsone-Staudammprojekt am Oberlauf, welches Strom für China liefern sollte, ist mittlerweile auf Eis gelegt, vielleicht ein Zeichen für die sich verändernden Beziehungen zwischen Myanmar und seinem grossen Nachbarn.